Die vierte Gruppe von Problemen (Tabelle
) hat
gemein, daß sie allesamt von den Versuchspersonen nicht (bewußt) als
solche wahrgenommen wurden, bzw. während der Versuche dem
Experimentator und Auswerter nicht aufgefallen sind.
Dabei sind einige Probleme nicht erkannt worden, weil sie im Verlauf der Tests nicht auftraten: Zum Beispiel der Absturz nach Schließen eines Fensters. Trotzdem sollte dies sicherlich nicht auftreten und muß behoben werden.
Die Problematik der Farben bedarf zum Beispiel weiterhin einer kritischen Untersuchung. Die Benutzer waren während der Experimente damit gut klargekommen und hatten sich zum Teil ausdrücklich befürwortend geäußert. Trotzdem sollten die relevanten Normen (ISO 9241 - 8) nicht völlig unberücksichtigt bleiben. In diesem Streitfall wäre eine weitere Erforschung notwendig. Dies könnte eine weitere Literaturrecherche oder aber auch eine spezielle Testreihe sein. Denkbar wären zum Beispiel Tests mit anderen, nicht an dem Projekt beteiligten Testpersonen, die verschiedene Varianten mit verschiedenen Farbanzahlen gegeneinander in längeren Versuchsreihen testen. Dazu würde allerdings eine Versuchsplanung benötigt, die vermutlich über den Ausbildungshintergrund eines Informatikers hinausgeht. Sie sollte dann Psychologen o. ä. überlassen werden.
Eine kritiklose Übernahme der Forderung ,,maximal drei bis vier Farben`` halte ich hingegen in Anbetracht der daraus erwachsenden neuen Problematik der farbärmeren oder -freien Kodierung von bis zu vierzehn verschiedenen Kriterien in einem Plan oder aber einer Beschränkung der gleichzeitig darstellbaren Kriterien für nicht sinnvoll.
Bei einigen der restlichen Probleme kann man streiten, ob es sich überhaupt um solche handelt. Hier trat der von Dzida (vgl. [Dzida 97]) erwartete Effekt auf, daß bei den expertengestützten Methoden eventuell zuviele Probleme entdeckt und vielleicht auch überbewertet würden.