Die zweite Gruppe von Problemen (Tabelle
) hat
gemeinsam, daß es sich um für die Anwendung BASS II sehr spezielle
Probleme handelt. Die Fragen von EVADIS II hingegen mußten im Sinne
der allgemeinen Nützlichkeit aber allgemeiner gehalten werden, so daß
diese Punkt (so gut wie) nicht direkt berührt wurden. Eine noch intensivere
Beschäftigung mit EVADIS II hätte vielleicht auch einen spezielleren
Satz Fragen erzeugt.
Die Bezeichnung ,,freie`` Verfahren ergibt sich also aus dem Gegensatz zu den ,,festen`` fragengeleiteten Vorgehensweisen in EVADIS II. ,,Frei`` kann hier auch gleichgesetzt werden mit dem so gerne gesagten Satz für die Oberflächengestaltung: ,,...ein kreativer Prozeß...``.
Interessanterweise kommt ein Vergleich von Fragebögen, die an die Benutzer ausgeteilt wurden (IsoMetrics) und heuristischer Evaluation ebenfalls zu einer solchen Erkenntnis, daß Fragebögen eher generelle Probleme abdecken (vgl. [Gediga & Hamborg 97]).
Es muß fairerweise noch angemerkt werden, daß eine Abhängigkeit
zwischen Heuristik und den späteren Experimenten bestand. Zum einen
war man als Evaluator bei den Experimenten vorgewarnt, zum anderen
wurden einige Probleme aufgrund der Ergebnisse der Heuristik extra
angesprochen. Hier ist es die ,,Erkennbarkeit der Farben``, die fast
ausschließlich nur dann von den Benutzern im Experiment bemängelt
wurde, wenn man sie danach fragte (siehe dazu Auswertung in Frage
auf Seite
). Diese Problematik habe ich in Abschnitt
(Seite
) näher behandelt.