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Vorstellung des Gesamtprojektes

 

,, Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, bei der Arbeitszeitgestaltung die Anforderungen aktueller wirtschaftlicher und betrieblicher Entwicklungen zu berücksichtigen. Verlagerung und Ausdehnung der Arbeitszeit erfordern neue Arbeitszeitkonzepte. ... Das stellt die Betriebe vor eine äußerst komplexe Aufgabe, zumal nach dem Arbeitszeitschutzgesetz (ArbZG) von 1994 den Unternehmern zusätzlich die Pflicht obliegt, `Die Arbeitszeit der Nacht- und Schichtarbeitnehmer [...] nach den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit festzulegen [ist].' (§6,1 ArbZG).`` ([Grzech-Šukalo & Hänecke 97] S. 1)

Aufgrund dieser Anforderung entsteht der Bedarf zu einem Werkzeug, welches die vielfältigen Gestaltungskriterien für Schichtpläne verdeutlicht und bei Entscheidungen zu Schichtplänen hilft (vgl. ebenda und allgemeiner [Rutenfranz 78]). Dies soll BASS II (bedarfsorientiertes arbeitswissenschaftliches Schichtarbeitsgestaltungs-System) leisten.

BASS II gliedert sich in drei Bereiche (nach [Grzech-Šukalo & Hänecke 97] S. 5f):

Betriebsbedarf
Der Bedarf an Arbeitskraft wird hier zunächst ohne eine Festlegung auf Schichten (s.u.) definiert. Dies ist der Ausgangspunkt für die späteren Schichterzeugungs- und positionierungsschritte in BASS II. Dies ist allerdings in BASS II bisher nur als Organisationspunkt vorhanden, d.h. es wird für jeden Betrieb ein eigenes Verzeichnis angelegt. Die Schichten müssen zur Zeit noch von Hand definiert werden:
Schichtbedarf
Der Planer manipuliert nun den Bedarf an Schichten, die idealerweise automatisch aus dem Betriebsbedarf (s.o.) abgeleitet wurden. Er kann neue hinzufügen, verschieben, definieren oder löschen. Da das Betriebsbedarfsmodul zur Zeit noch nicht fertiggestellt ist, ist der Schichtbedarf (ersatzweise) die Basis für die spätere Schichtplangestaltung, indem nun hier der Bedarf festgelegt wird. Anhand dieses Bedarfs kann BASS II dann entweder versuchen, automatisch einen Schichtplan (s.u.) zu erzeugen, der bestimmte Kriterien erfüllt, oder aber den Plan roh und ohne Verbesserung zur Verfügung stellen.
Schichtplan
Dem Benutzer wird nun der unter Umständen automatisch erzeugte oder aber aus dem bisherigen Betrieb entnommene Plan dargestellt. Dieser Plan kann nun manipuliert werden, wobei BASS II sicherstellt, daß der in den vorhergehenden Schritten angegebene Bedarf gedeckt ist. Der Anwender kann sich anzeigen lassen, ob und welche der verschiedenen Kriterien der Arbeitswissenschaft bezüglich Schichtplangestaltung verletzt werden.

Ein typisches Kriterium ist beispielsweise die ,,Ruhezeit zwischen zwei Schichten``. Das Gesetz sagt aus, daß zwischen zwei Schichten in der Regel elf Stunden Ruhezeit vorzusehen sind. BASS II kann nun im Plan überprüfen, ob der Schichtplan dieses Kriterium erfüllt und Verstöße ggf. anzeigen. Eine farbige Darstellung der Oberfläche findet sich in Anhang gif (Seite giff.).

Um den Aufwand für diese Diplomarbeit zu beschränken, habe ich meine Betrachtungen auf die Darstellung und Manipulation von Schichtplänen beschränkt. Es stellte sich heraus, daß dies der meistgenutzte Teil von BASS II war. Wenn im folgenden von BASS II die Rede ist, so bezieht sich dies zumeist auf diesen speziellen Teil des Programms.


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Diplomarbeit: Ronald Hartwig 16.05.97 20:12:21
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