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Fragebögen

Gemeint sind Fragebögen über die Gebrauchstauglichkeitskriterien, die der Benutzer beantworten soll. Ein Beispiel für einen solchen Fragebogen an die Anwender ist SANUS ([Fähnrich 96]). Ziel von SANUS ist
,,die Umsetzung der EU-Bildschirmrichtlinie durch Einsatz in Unternehmen verschiedenster Kategorien mittels Integration praktikabler Instrumente und einheitlicher Vorgehensweisen. ``([Fähnrich 96] Vorwort)

Ein Beispiel für eine Frage aus SANUS ist in Abbildung gif zu sehen.

 figure433
Abbildung: Eine Beispielfrage aus SANUS (Ausschnitt)  

Prümper ([Prümper & Anft 93]) beschränkt die Fragebögen, die dann später auch in SANUS eingesetzt werden, auf Teil 10 der ISO Norm 9241 ([ISO9241 96]). Da die Einhaltung der Dialogprinzipien, die in diesem Teil der Norm bearbeitet wird, aber auch ein wichtiger Bestandteil gebrauchstauglicher Software im Sinne von Teil 11 sind, ist diese Einschränkung in der Beschreibung zu SANUS auch nicht mehr zu finden. In [Fähnrich 96] werden dann aber zusätzlich auch andere Fragebögen zur Aufgabenanalyse und zur Hardwareergonomie hinzugenommen, die hier nicht weiter berücksichtigt werden.

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(hier) Gemäß den Instruktionen aus dem SANUS-Handbuch ([Fähnrich 96] Anhang: QS2) setzt das Verfahren ein bereits in Betrieb befindliches Produkt voraus, welches mit einer größeren Anzahl (>10 laut [Nielsen 93]) von Anwendern evaluiert wird. Dies ist in diesem Fallbeispiel ein Nachteil, da die Anwender zunächst noch zum Teil in das Programm eingearbeitet werden müssen und auch nur fünf Benutzer zur Verfügung stehen.

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Eine Untersuchung über den praktischen Einsatz von SANUS ([Büter 97]) deutete an, daß die Anwender mit der Art der Fragebögen nicht zurecht kamen [Büter 97]. Das Hauptproblem lag wohl darin, daß die Benutzer mit der Beschreibung von Worten wie ,,Aufgabenangemessenheit`` oder ,,Steuerbarkeit`` nichts anfangen konnten und wollten. Auch [Prümper & Anft 93] berichtet, daß die Benutzer häufig Schwierigkeiten hatten, ein Problem den verschieden Kategorien zuzuordnen. Wenn aber die Benutzer ein Problem nicht eindeutig zuordnen können, ergibt sich schnell die Frage, ob sie ein ihnen bekanntes Problem bei den Fragebögen überhaupt noch einem Punkt zuordnen.

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Bei der Bewertung eines Dialogsystems zeigen Versuchspersonen eine Tendenz zur Mitte, d.h. schlechtes wird eher zu gut und gutes eher zu schlecht bewertet (nach [Holz 93] S.169). Die allgemeine Problematik der Verfälschung subjektiver Berfragungen wird zum Beispiel in [Eilers, Nachreiner und Böning 90] beschrieben (siehe dazu auch diese Arbeit Abschnitt gif Seite gif und die Auswertung der Benutzerbefragungen in Abschnitt gif Seite gifff.).

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Durch die vorgegebenen Fragebögen ist bereits eine Operationalisierung gegeben.
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Trotz der Zuordnungsprobleme kommen Hinweise auf Schwachstellen zustande ([Prümper & Anft 93] S.151)
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Fragebögen bieten einen ,,definierten roten Faden`` ([Prümper & Anft 93] S.154).

Konsequenz

Angesichts der wenigen zur Verfügung stehenden Anwender und der Tatsache, daß das Prdukt noch nicht voll funktionsfähig ist, wird dieses Verfahren hier nicht angewandt.


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Diplomarbeit: Ronald Hartwig 16.05.97 20:12:21
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