Zur Usability-Aktion


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Nutzungskontext

Die Norm ([ISO9241-11 96]) legt viel Wert auf die Feststellung, daß Aussagen über die Gebrauchstauglichkeit immer nur in einem bestimmten Umfeld (Aufgabe, Benutzer, Arbeitsmittel, Umgebung) getroffen werden können. So verlangt die Norm dann auch, daß der Kontext so detailliert beschrieben werden muß:

,,..., daß die Aspekte des Kontextes, die einen bedeutsamen Einfluß auf die Gebrauchstauglichkeit haben können, reproduzierbar sind.`` (ebenda)

Diese genaueren Informationen habe ich einmal für das Fallbeispiel in Vorgesprächen mit dem Auftraggeber, Programmierer und Benutzerinnen zusammengetragen. Während der späteren (experimentellen) Evaluation konnte ich die Angaben dann noch einmal nachprüfen, zum Beispiel zum Erfahrungsgrad der Nutzer mit Computern.

Beschreibung der Benutzer
BASS II wendet sich an zwei Zielgruppen:
  1. Zum einen Benutzer, die andere Firmen bei der Schichtplanerstellung beraten oder kontrollieren. Diese werden dann wahrscheinlich mehrmals im Monat am Programm arbeiten. Es handelt sich dabei um Fachleute der Arbeitswissenschaft mit durchschnittlichen Computerkenntnissen. ,,Durchschnittlich`` soll hier heißen, daß sie auch für andere Aufgaben, zum Beispiel Textverarbeitung, gelegentlich einen Computer benutzen. Sie sind mit der Bedienung von Dialogelementen wie Menüs und anderem vertraut. Im Text sind diese als E1, E2 und E3 wiederzufinden.
  2. Zum anderen Benutzer, die dieses Programm in ihrer eigenen Firma zur Schichtplanerstellung nutzen. Über diese Nutzer kann im Moment nur wenig gesagt werden, außer daß sie wahrscheinlich nur einmal monatlich oder weniger mit diesem Programm arbeiten würden. Dies ergab jedenfalls die Nachfrage bei den hier beteiligten Benutzern. Innerhalb dieser Arbeit, habe ich sie aus Gründen des Datenschutzes N1 und N2 genannt.
Beschreibung der Ausrüstung
Als Arbeitsmittel dient ein handelsüblicher PC, ein Notebook oder eine Workstation. Als Betriebssystem wird zur Zeit nur Unix (Ultrix oder Linux) unterstützt. Später soll BASS II auch unter DOS laufen. Als Benutzungsschnittstelle des Betriebssystems wird unter Unix X11 bzw. würde unter DOS Windows 95 benutzt. Relevant für die Bedienung ist unter X11 der Windowmanager, hier der fvwm2-95, dessen Bedienung der von Windows95 in weiten Teilen entspricht.

Laut Norm ([ISO9241-11 96]) gehört auch die eigentlich zu evaluierende Software zur Ausrüstung, in diesem Fall also das unter gif beschriebene Teilprogramm von BASS II.

Beschreibung der Umgebung
Die Umgebung läßt sich zur Zeit noch nicht festlegen. Die Benutzer der ersten Gruppe benutzten BASS auf allen drei Systemen (PC, Notebook, Workstation). Für die zweite Gruppe ist wohl ein PC am wahrscheinlichsten.

Beschreibung der Ziele
Die Ziele habe ich durch Gespräche mit den beteiligten Personen erfragt und aus der Anforderungsdefinition ([Labinsky 95b]) übernommen.

Das Hauptziel ist die Erstellung arbeitswissenschaftlich optimaler Schichtgrundpläne gemäß eines vorgegebenen Schichtbedarfs oder die Bewertung bereits existierender Schichtpläne. Die Pläne sollen bestimmte ggf. vom Benutzer auszuwählende Kriterien der Arbeitswissenschaft erfüllen, zum Beispiel sollen die Ruhezeit zwischen zwei Schichten möglichst optimal sein.

Die Pläne sollen von Hand modifizierbar sein. Dabei soll der Benutzer die Verstöße angezeigt bekommen, so daß er den Plan in geeigneter Weise ändern kann.

BASS II soll die manuelle Optimierung auch von komplizierteren Schichtplänen mit mehr als drei Schichtformen und ggf. sehr unterschiedlichen Schichtlängen und Schichtzeiten unterstützen.

Beschreibung der Aufgaben

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Abbildung: Aufgaben bei der Schichtplanbearbeitung  

Die Aufgaben habe ich in Abbildung gif dargestellt. Sie wurden zum großen Teil aus der Anforderungsdefinition herausgearbeitet ([Labinsky 95b]).

Die Weiterbearbeitung für einzelne Mitarbeiter wurde dabei aber nicht erwähnt. Dieser Bedarf wurde aber bei den Versuchspersonen während der Experimente deutlich. Dies ist ursprünglich nicht vorgesehen gewesen, da BASS II als reines Grundplan-Programm konzipiert wurde.


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Diplomarbeit: Ronald Hartwig 16.05.97 20:12:21
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