Aufgrund von Gesprächen mit dem Entwickler, dem Programmierer und einigen anderen damals beteiligten Personen habe ich versucht, die Entstehungsgeschichte zu rekonstruieren. Leider gab es so gut wie keine Dokumentation, außer ein paar internen Berichten ([Labinsky 95b],[Labinsky 95a] und [Grzech-Šukalo & Hänecke 95])).
Während der Entwicklungsphase gab es ca. vier Treffen
zwischen den potentiellen Nutzerinnen und dem Entwickler und zum Teil
auch dem Programmierer. Diese Treffen verliefen nach Aussage der
Benutzerinnen derart, daß sie zunächst den neuen Prototypen gezeigt
bekamen, dann allein daran arbeiteten und danach angeben sollten, was
sie störte bzw. was geändert werden sollte. Dies wurde dann
festgehalten und an den Entwickler zurückgegeben. Hatte der Entwickler
Verständnisprobleme mit den Problembeschreibungen der Nutzerinnen, so
fragte er dann nach bzw. ließ sich die Probleme am Programm
zeigen. Eine Beobachtung, wie von mir später in Abschnitt
durchgeführt, war dies nicht. Insgesamt gab es aber
wohl auch nur wenige solcher Treffen, an denen zusammen an dem
Programm gearbeitet wurde, nämlich ein oder zwei am Anfang und eines
oder zwei zum Ende des Projektes
.
Es wurden nur Punkte berücksichtigt, die die Benutzerinnen von sich aus ansprachen. Die typische Frage dazu war vom Entwickler: ,,Was fällt Dir dabei auf?``. In [Grzech-Šukalo & Hänecke 95] findet sich eine so von E1 und E3 erfasste Problemliste. In einem intensiveren Gespräch mit E2 kam dann auch heraus, daß meist erst nach der kompletten Programmbenutzung von den Benutzerinnen Notizen gemacht wurden.
Weiterhin wurden Benutzerinnen vom Entwickler immer wieder zwischendurch nach Realisierungsdetails gefragt. Nach Angaben von E1, E2 und E3 waren typische Fragen:
Zum Entwicklungsstaddium von BASS II ist anzumerken, daß das Programm einerseits noch ein Prototyp für eine zu entwickelnde DOS-Version ist, zum anderen aber bereits eine lauffähige Version im Beratungsbetrieb der drei Nutzerinnen darstellt.