Zur Usability-Aktion


previous up contents next Vorwort: Form und Formulierungen dieser Diplomarbeit

Vorwort

Die Idee zu dieser Arbeit entstand im Frühjahr 1996 nach einem Seminar über ,,Gebrauchstauglichkeit`` in meinem Nebenfach Psychologie. Das früher wichtigste Ziel der Informatiker, überhaupt eine ,,programmierbare`` Lösung zu finden, scheint immer weiter in den Hintergrund zu treten. Man hat fast den Eindruck, daß gerade für die alltäglichen Computeranwendungen bereits alle Lösungen geschrieben wurden.

Doch dann sieht man sich mit den praktischen Fragen zur Bedienung von Soft- und Hardware konfrontiert. Die Benutzer haben nun zwar häufig die Mittel (funktional), aber sie können damit manches Ziel trotzdem nicht erreichen: Sie finden die Lösung einfach nicht oder die Lösung ist zu kompliziert.

Der Gesetzgeber scheint dieses Problem erkannt zu haben, und Normen und Verordnungen werden entworfen. Doch im ,,Alltag`` des Softwareverkaufs tauchen Begriffe wie ,,gebrauchstauglich`` und ,,ergonomisch`` nur selten auf und wenn, dann meist ohne Bezug zu den explizit dazu geschaffenen Richtlinien.

Daraus ergab sich für mich das Interesse, den Ursachen für diese schleppende Durchsetzung so elementarer Produkteigenschaften von Software auf den Grund zu gehen.

Ziel soll doch die Schaffung von Software sein, die einerseits die nötige Funktionalität besitzt, das ist heute zumeist schon der Fall, und andererseits diese auch den real davor sitzenden Benutzern zugänglich macht.

Wo es enden kann, wenn man darauf nicht achtet, kann jeder ermessen, der schon einmal mehr als einen Videorecorder oder verschiedene Versionen ein und desselben Textverarbeitungsprogramms bedienen mußte.

Diese Arbeit läuft hier an der Universität Oldenburg quasi interdisziplinär im Fachbereich Psychologie ,,Arbeitseinheit Arbeits- & Organisationspsychologie`` (Prof. Dr. Nachreiner) und im Fachbereich Informatik ,,Abteilung Angewandte Informatik`` (Prof. Dr. Gorny), denn viele der benötigten Informationen für diese Arbeit stammen aus einem Grenzgebiet bzw. einer Schnittmenge der Psychologie und der Informatik, der (Software-) Ergonomie.

Ronald Hartwig, 16. Mai 1997


previous up contents next Vorwort: Form und Formulierungen dieser Diplomarbeit

Kommentarmail
Diplomarbeit: Ronald Hartwig 16.05.97 20:12:21
Abgabeversion